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Letzte Station Fensterbank.


Vor zwei Jahren musste ich im Rahmen des Metall- Unterrichts eine kleine Schale aus Messing dengeln. Natürlich denkt ihr zuerst an das Lied aus Werner. Das ist nicht schlimm, tat ich auch. Beim Dengeln formt man, indem man mit einem Dengel- Hammer auf das Metall einschlägt eine Schüssel. Ein Mitschüler hatte so einen Spaß daran, dass er sich einen Ritterhelm dengeln wollte. Ob er das wirklich tat, kann ich nicht sagen, aber es ist ihm durchaus zuzutrauen.

Diese kleine Messingschüssel benutzte ich als Aschenbecher. Und dieser stand draußen auf der Fensterbank.

Als ich eines morgens nach dem Aschenbecher angelte, griff ich ins Leere. Der Aschenbecher wurde geklaut. Er lag auch nicht unter dem Fenster. Er war weg. Wie um Himmels Willen konnte jemand diesen hässlichen Aschenbecher klauen?

An Sylvester stellte ich Sahne zum kalt werden auf die Fensterbank. Der Kühlschrank war voll. Jetzt habe ich zwar jeden Tag diesen Messbecher mit der Sahne gesehen. Aber mein Ekel hielt mich davon ab, ihn reinzuholen und ihn auszuwaschen.

Heute wollte ich den Messbecher endgültig wegschmeißen. Aber er war nicht da. Irgendjemand hat den Messbecher mit der schimmligen Sahne von vor zwei Monaten geklaut.

Ich bin ratlos. Habe ich jetzt einen Besoffski auf dem Gewissen, der sich über Milch freute?

Ob ich mich selbst mal auf die Fensterbank setze, um zu schauen, ob mich jemand mitnimmt?

 

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