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Schmutz. Schund. Frauenbücher.


Heute legte ich „Wer ist eigentlich Paul?“ von Anette Göttlicher durchgelesen beiseite und fragte mich, was ich da gerade gelesen habe.
Seit ich dieses Buch begann, konnte ich es kaum erwarten, es endlich durchzuhaben. Das liegt an meiner Unfähigkeit angelesene Bücher, seien sie auch noch so schlecht, wieder zuzuschlagen und zurück ins Regal zu stellen. Ich muss es dann auch durchlesen. Manchmal werden Bücher zum Ende hin ja auch gut. Aber auch nur manchmal.

Was stimmt mit mir nur nicht? Ich bin ein Mädchen, dass nicht auf den Kopf und vor allem nicht auf den Mund gefallen ist und mag generell ja Kitsch und Romantik.
Ich glaube Kerstin Gier, Ildikó von Kürthy und ihre Kolleginnen geben sich echt Mühe, aber irgendwie machen ihre Bücher nichts mit mir.
Diese aufgesetzte Coolness und Schlagfertigkeit, die man den Frauen, die natürlich einen größeren Hintern, der GERADE MAL in eine 38 passt, eine etwas krumme Nase und/ oder ein hängendes Ohrläppchen haben, einfach nicht abnimmt.  Sie scheinen nicht die Typen dafür zu sein. Ich kann es ihnen einfach nicht abnehmen.
Diese körperlichen Makel, die sie haben sollen sind auch gerade so, wie sich der Verlag / die Autorin, das Zielpublikum vorstellt: Sexuell frustrierte Frauen, auf der Suche nach Herzklopfen, die aber mitten im Leben stehen, erfolgreich und ein bisschen deformiert sind, aber nicht zu sehr. Nur etwas. Durchschnittlich.
Vor den Regalen dieser Bücher sehe ich aber meist nur Frauen in meinem Alter, die bestimmt gerade ein aufregenderes Leben führen, als die Protagonistinnen dieser Romane.
Was fehlt sind wirkliche Probleme. Sind Protagonistinnen, die richtige Ecken, Kanten und kleine Neurosen haben. Das sind doch die Personen, in Büchern, die wir so gern mögen. Die Unangepassten. Die, die so wie wir sind oder wie wir gerne wären. Aber doch nicht Modell Durchschnittsmensch mit durchschnittlicher Lovestory.

Auch Frauen haben ein Recht auf Helden!  

Und jetzt kommen Lesetipps: 

  • „Was mich fertig macht ist nicht das Leben, sondern die Tage dazwischen.“ von Michel Birbaek
  • „Anleitung zum Entlieben“ von Conni Lubek
  • „Wie Sonne und Mond, Tag und Nacht“ Freddy Hansmann
  • „Zusammen ist man weniger allein“ von Anna Gavalda
  • „Nele und Paul“ von Michel Birbaek
  • „Dieser eine Moment“ von Christoph Wortberg
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