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Hey Menetekel, alles klar soweit? Das Sommerinterview.


Es ist Sommer. Die wichtigen politischen Persönlichkeiten und Gregor Gysi geben Interviews um so wieder langsam in den Alltag als politische Strippenzieher zu tauchen.
Der perfekte Moment um Larissa Menetekel (21, wichtige Person des öffentlichen Lebens) einen Besuch abzustatten und mit Fragen zu konfrontieren.

Gonzo: „Hallo Frau Menetekel. Darf ich reinkommen?“
Larissa: „Gonzo. Es ist zwei Uhr nachts!“
Gonzo: „Habe Bier mitgebracht.“
Larissa: „Komm rein. Aber lass das nicht zur Gewohnheit werden.“

G: „Na Menetekel, alles klar soweit?“
L: „ Die neue Jupiter Jones Platte ist kacke. Absoluter Mainstream- Pop- Rock- Schlamassel. Mag ich nicht. Die sollen mal so ein Back to the roots- Ding starten und mir dann eine Postkarte schreiben. Das war doch die Frage oder?“
G: „Also. Ja. Gut. Was macht deine Wohnsituation? Da gab es ja einige Probleme. Um nicht zu sagen: Schwierigkeiten.“
L: „Für die Unwissenden sei vielleicht hinzugefügt, dass ich zum 1. Oktober aus meiner Wohnung ausziehen sollte und keine neue fand. Sowas musst du doch erwähnen. Vielleicht kennen die mich noch nicht und dann fragen die sich „Was war denn da los mit der Wohnung?“ und dann können die nicht folgen und dann lesen die nicht weiter.“
G: „Ja, Entschuldigung. Das hab ich bei der Schülerzeitung nicht gelernt.“
L: „Man man man. Also. Das sieht gut aus. Ich konnte überzeugen und habe eine neue, wunderschöne Wohnung gefunden. Der Vormieter ist ein Grufti. Spirit hat die Wohnung also schon mal. Sonst 7. Stock und vielleicht kann man auf dem Dach rumliegen und Sachen machen. Und das beste: Ich werde dir nicht verraten wo sie genau sein wird.“
G: „Krieg ich sowieso raus.“
L: „Ich rechne damit.“
G: „Zu einem ordentlichen Umzug gehört auch eine Einzugsparty. Gibt es da Pläne?“
L: „Aber natürlich. Geplant ist eine Mottoparty zum Thema „SuperheldenInnen“. Wer verkleidet kommt, hat mehr Spaß und darf sich aus der Kramkiste ein Geschenk aussuchen. Die Eingeladenen werden auf dem Postweg oder per Zeitungsannonce benachrichtigt. Bevor die fragst: Nein, du gehörst nicht dazu, Gonzo. Beim letzten Mal hast du Bonbons nach den Gästen geschmissen und dabei „Kamelle“ gerufen.“
G: „ Du vergisst scheinbar nie. Wie sieht es aus mit beruflichen Aussichten? Gibt es da einen Aufwärtstrend zu verzeichnen? Wie sind die Prognosen?“
L: „Außen himmelblau. Innen bewölkt mit Aussicht auf Sonnenstrahlen.“
G: „…..“
L: „Hatte gute Bewerbungsgespräche. Morgen habe ich ein vielversprechendes in einem Etablissement an den Landungsbrücken. Es werden also Perspektiven geschaffen.“
G: „Das freut mich zu hören. Es scheint dir alles in allem besser zu gehen.“
L: „Ja. Weißt du, manchmal muss das Gebäude einreißen um auf dem Fundament etwas Neues zu erschaffen. Letztes Jahr habe ich alles eingerissen und jetzt wird aufgebaut.“
G: „Sehr schön. Das hätte Johannes Strate nicht besser sagen können.“
L: „Schnauze. Den Namen will ich hier nie wieder hören. Der kommt sonst aus der Erde und spielt uns wieder was vor. Lass das bloß sein.“
G: „Paranoid wie immer. Das freut mich. Wer wird Thomas Gottschalk ersetzen?“
L: „Bin mir unsicher. Hape Kerkeling würde ich gut finden. Gar nicht gut würde ich alle anderen finden.“
G: „Beste Platte 2011 bisher?“
L: „Casper – xoxo. Die einzige, die noch immer in Dauerrotation läuft. Sehr gespannt bin ich jedoch auf das Solo Album von Thees Uhlmann.“
G: „Letztes und nächstes Konzert?“
L: „ Letztes: Olli Schulz im Dachgarten. Nächstes: Die Rakede und Le Fly auf dem Wutzrock.“
G: „ Bestes Buch, dass du dieses Jahr gelesen hast?“
L: „ Tino Hanekamp – So was von da.“
G: „Genug Werbung für diesen Moment: Wie sieht die Zukunft Lybiens aus?“
L: „Ich hoffe für die Libyer, dass sie ohne große Hilfe der UN eine Demokratie aufbauen und durchsetzen können. Schließlich war es ihr Wunsch, also müssen sie nun zeigen was sie wirklich wollen. Im Moment denke ich aber, dass sie einige Hilfestellung brauchen werden und der Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Die Zukunft wird es zeigen. Ob der Eingriff der NATO überhaupt nötig war, bleibt zweifelhaft.“
G: „Inwiefern?“
L: „Sinn des NATO Einsatzes war es den Luftraum zu sichern, um so Zivilisten zu schützen. Die meisten Zivilisten sind aber mit Sicherheit durch NATO Bomben ums Leben gekommen.“
G: „ Harter Themenwechsel. Ich muss auch gleich wieder los: Was macht die Liebe?“

An der Stelle trat der Manager aus seiner Ecke hervor, nahm mich am Schlawittchen und beförderte mich hinaus.

Trotzdem bedanke ich mich hiermit bei Larissa Menetekel für das freundliche Interview.

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